Schneiden von Kiefern

Mädchenkiefer (Pinus parviflora)

Sämlingsmädchenkiefer aus Shikoku/Takamatsu


Importkiefer Diese abgebildete Mädchenkiefer ist ebenfalls seit 1995 Jahre in Deutschland. Der Austrieb war anfangs eher schwach, nach dem Umtopfen ist dann im zweiten und dritten Jahr eine Stabilisierung eingetreten.
Kräftiges Düngen mit Bio Gold und Koniferen Dünger haben teilweise sogar bis zu drei Knospen entstehen lassen.
Durch die entstehenden Blüten war es zwei mal erforderlich, diesen genannten Rückschnitt bis auf einen kleinen Rest des Neutriebes durchzuführen.
Das erstaunliche war, daß an den Schnittstellen sogar bis zu vier Knospen entstanden sind. Die folgenden Bilder sollen zeigen, daß das Schneiden der Kerzen bei Mädchenkiefern durchaus möglich ist.

Schnittsttelle mit Blütenrest, Neu- und Alttrieb



Auf dem rechten Bild ist einer der ersten Versuche zu sehen.
Hier waren drei Triebe, einer wurde geschnitten, einer blieb unberührt und einer wurde frühzeitig abgedreht, dieser ist dann abgestorben.
Resultat: zwei neue Knospen!

Schnittstelle mit drei Knospen



Wie bei dem linken Bild zu sehen ist, wurde eine Kerze geschnitten, das Ergebnis waren drei neue Knospen, die noch im selben Jahr aufgingen , die stärkste Knospe wurde ausgebrochen und die beiden Schwächeren stehen gelassen.

Schnittstelle mit drei Knospen




Das rechte Bild zeigt, daß das Erscheinen der Knospen doch recht unterschiedlich ist.
So beginnt hier eine Kerze bereits mit dem Längenwachstum, währen die zwei anderen gerade am Schwellen sind. Hier wurde ebenfalls die starke Knospe abgeknipst.


Schnittstelle

Bei dem linken Bild ebenfalls drei Knospen, aber in der Entwicklung etwas enger zusammen.
Auch hier wurde die stärkste Knospe entfernt.

ideale Knospe



Dieses Bild zeigt eigentlich bezüglich der Knospenausprägung einen Idealzustand. Zum Einen eine kräftige Knospe, zum Anderen aber trotzdem gedrungen mit kurzen Nadelanlagen.

Daß bei geschnittenen Kerzen an den Ästen eine Rückknospung eintritt, ist in dem einen oder anderen Falle zu beobachten, auch im nadellosen Bereich.
Was aber ebenso häufig passiert, ist, daß einige dieser Knospen zurücktrocknen, weil unsere Luftfeuchtigkeit einfach nicht ausreicht.
Auch häufiges Übersprühen (halte ich nichts davon, weil der Effekt nur kurzzeitig ist und mehr negative Auswirkungen hat) bringt keine Verbesserung dieser Situation.
Was hingegen hilft, ist ein heller Platz, vor direkter Sonne geschützt, windstill und über einem nassen Untergrund, von dem aus permanent Waser verdunstet und eine gleichmäßige höhere Luftfeuchtigkeit produziert. Hier läßt man die Pflanze solange stehen, bis die Knospen eine ausreichende Größe entwickelt haben, die ein Überleben sicherstellen, dann wieder volle Sonne.

Zusammenfassung

Einiges ist jetzt über das Schneiden gesagt worden, aber nochmal :
Bei Mädchenkiefer ist der Erfolg eines Neuaustriebes nicht selbstverständlich und nicht immer zu erwarten.
Die Methode des Ausbrechens der Kerzen auf ein Drittel sollte primär angewendet werden.
Weiterhin muß die Mädchenkiefer in einem sehr guten Gesundheitszustand sein. Schwache Äste treiben nach einem Rückschnitt nicht mehr aus, der Ast wir vom Baum abgeworfen!
Ansonsten, selber probieren, gut beobachten, alle Randbedingungen notieren oder merken und bei positivem Ergebnis weitermachen. Daß das Eine oder Andere nicht funktioniert ist nun mal nicht zu ändern, aber ohne zu probieren können wir keinen Fortschritt erzielen.

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